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Väterchen Frost im Anmarsch

1. Wie kalt wird es in den kommenden Tagen?
Zum Wochenende dreht der Wind auf östliche Richtungen und somit werden aus Russland sehr kalte Luftmassen angezapft und zu uns transportiert. Besonders in den Nächten ist fast überall mit leichten bis mäßigen Frösten zu rechnen. Tagsüber klettern die Werte noch besonders im Westen und Nordwesten auf leicht positive Werte. Spätestens zu Beginn der neuen Woche wird sich dann von Ost nach West fast überall Dauerfrost durchgesetzt haben.

2. Wo ist mit Schnee zu rechnen?
Viel Schnee ist bei dieser Wetterlage hierzulande in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. Dennoch kommt es vor allem in der Nacht zum Freitag zu leichten Niederschlägen, die in der Westhälfte häufig noch als Regen oder gefrierender Regen fallen. In einer Linie von Schleswig-Holstein über den Harz bis zum Allgäu kann sich örtlich auch eine dünne Schneedecke bilden. Dabei müssen sich Autofahrer in den Morgenstunden bei Glättegefahr auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Am Samstag kommt es noch vom Alpenrand bis zum Erzgebirge zu leichten Schneefällen, an der Nordsee ist mit kurzen Schauern zu rechnen. Fortan setzt sich trockenes Winterwetter zunehmend durch.

3. Wo zeigt sich neben dem Frost auch die Sonne?
Die Sonne ist am Wochenende ein seltenes Gut. Nach einem meist stark bewölktem bis bedecktem Freitag, gibt es am Samstag wohl nur vom Niederrhein bis Ostfriesland etwas Sonne. Sonst bestimmen meist dichte Wolken das Himmelsbild. Auch am Sonntag bleibt es stark bewölkt, die besten Chancen auf ein paar Wolkenlücken haben erneut der äußerste Westen und zudem der Südosten des Landes.

4. Was heißt das für die Wintersportgebiete?
Ab Freitag kommt es an der Alpennordseite erneut zu teils länger anhaltenden Schneefällen. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) rechnet damit, dass hier bis Sonntagabend erneut 10 bis 30 cm Neuschnee möglich sind. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt abermals in den Staugebieten Vorarlbergs, Tirols und Salzburgs. Bei der derzeitigen erheblichen bis großen Lawinenwarnstufe, würde dies zu einer weiteren Verschärfung der Situation führen. Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, liegen bereits fünf Meter Schnee. Hier könnten bis Sonntagabend weitere 30 cm dazukommen.

5. Wie lange bleibt es nun kalt und winterlich?
Die Wetterlage stellt sich in den kommenden Tagen grundlegend um. Ein massives Sibirienhoch führt dabei an seinem südlichen Rand zunehmend arktische Luftmassen nach Mitteleuropa. Durch diese blockierende Wetterlage werden sämtliche Tiefdruckgebiet, die sich auf dem Atlantik befinden, nach Nordskandinavien oder in das Mittelmeer umgeleitet. Es handelt sich also aller Voraussicht nach nicht nur um ein winterliches Intermezzo. Wie lange diese Kälteperiode allerdings letztendlich anhalten wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.

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